Prägende Erinnerungen begleiten uns ein Leben lang. Berliner Jugendliche, Zeitzeugen und geflüchtete Jugendliche erzählen uns über ihre Erinnerungen und darüber, welche Lehren aus krisenreichen und prägenden Situationen gezogen werden können.


Woran erinnere ich mich, wenn ich an mein altes zu Hause, an meine ersten Bühnenauftritte oder auch an mein erstes Radioprojekt im Ausland denke. Die Freude des Familienfestes wärmt mich bis heute. Den ersten Tag als Lehrerin, wie auch die Ankunft in einer gerade vereinten Stadt werde ich nie vergessen. Was haben Menschen in dieser Stadt und an diesem Ort im und nach dem Krieg erlebt? 

Hören Sie sich die Geschichten der jungen Erzähler in der Sendereihe "Zeit der Erinnerungen" an.Teil I (Deutsch-Englisch):

Zeit der Erinnerungen
 

Das Hausarchiv ist eine Schatzkammer mit vielen tollen Erinnerungen. Darunter befinden sich Fotos, Dokumente, Tagebücher und auch Briefe. Im Rahmen des Projekts haben wir Texte aus Briefen und Tagebüchern ausgesucht und ins Deutsche übersetzt.Hierzu hören Sie die persönlichen Berichte von Assen Ognjanow und Donko Natschew aus den Jahren 1959, 1974 und 1913, vertont mit der Stimme von Alexander Schmolke.

Zeit der Erinnerungen
 

Der bulgarische Arzt Assen Ognjanow lebt und arbeitet in Torino, Italien. Er schreibt seinen Verwandten in Bulgarien vier Jahrezenhnte lang Briefe. 1950 muss er das Heimatland verlassen und kann seine Angehörigen erst wieder 1982 in den Armen schliessen. Das kleine Mädchen Dorianche, von dem in einem der Briefe die Rede ist, sieht Assen zum ersten Mal, wenn diese eine 32-jährige  Frau geworden ist.

 

Der Student der Rechtswissenschaften in Brüssel Donko Natschew schreibt seiner Verlobten in Sofia einen Brief ím Jahr 1913. Als der erste Weltkrieg ausbricht, muss Natschev in Brüssel bleiben, weil die Grenzen geschlossen werden. Da sein Studium zu Ende ist und er kein Stipendium mehr bezieht, nimmt ihn eine Brüsseler Familie freiwillig in ihren Obhut auf, bis der Kreig zu Ende ist und er wieder in sein Land zurück kann.

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Wie war es, zum ersten Mal vor dem Mikrofon zu stehen und zu moderieren oder zum ersten Mal bei einem großen Konzert dabei zu sein? Diese und andere Fragen stellen Jugendliche in Interviews und verarbeiten Erzählungen in Radiogeschichten rund ums Thema Erinnerungen. Interviewpartner sind die Jugendlichen selbst sowie Zeitzeugen, Theaterkünstler und Radioproduzenten, die tiefgreifende Veränderungen in ihrem Leben und ihrem sozialen Umfeld erlebt haben und sich an wichtigsten Stationen in ihrem Leben erinnnern. 

 

Das Radioprojekt "Zeit der Erinnerungen", gefördert vom Bundesministerium für Bildung mit Partnern "Jugend ins Zentrum", hat als Partner die Friedensburg-Oberschule, das Mädchenzentrum MÄDEA der Stiftung SPI, die Grone-Bildungszentren für Altenpflege und Sozialassistenz sowie den Verein IFDE e.V..

 

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