Studenten der Fächer Interkulturelle Kommunikation und Kulturwissenschaften nehmen Menschen und ihre Geschichten mit Mikrofon auf.
Im Rahmen eines Praxisseminars an der Europa-Universität Viadrina produzieren sie ihre Radiofeatures. Rund ums Thema "Der Fluss der Sprachen" stellen die jungen Autoren die Vielfalt der Kommunikation dar. Der Hörer lernt die Protagonisten kennen. Er taucht in ihren Alltag ein, wird durch ihre Dichtung inspiriert und nimmt an ihren Theaterinszenierungen teil.

Ich sagte Gott, dass Er meinetwegen mit mir machen kann, was Er will, aber dass das ganz im Ernst das letzte Mal gewesen ist, dass er diesen Todeskram hier veranstaltet hat. So nicht.“ 
 
„Nichts für Anfänger“
Ein Jugendroman von Kevin Maher, Journalist bei The Times
 
Irland Mitte der 80er
 
 
Trauer und Wut erfassen Jim Finnegans, als er erfährt, dass sein Kater Jack gestorben ist. Jim Finnegans ist der jüngste Spross einer achtköpfigen katholischen Familie. Jim ist der Hauptprotagonist im Jugendroman „Nichts für Anfänger“ des irischen Autors und Journalisten Kevin Maher. Kevin Mahers Werk hat jetzt auch den deutschen Buchmarkt erreicht. YCBS hat mit ihm über seinen Roman gesprochen. Die Antworten auf unsere Fragen hat er per e-mail geschickt.
 
Kevin Maher:
Im Roman geht es um viele Dinge. Hauptsächlich um einen Jungen, der Mitte der 80er Jahre in Dublin aufwächst und später nach London hinzieht, wo sich sein Leben ändert. In Dublin verliebt er sich in die nette Nachbarin Sive. Die Schreibweise dieses Namens ist in der altirischen Version kompliziert, mit vielen Konsonanten drin, Saidhbh.
Der Priester O' Culigeen ist ein anderer Nachbar von Jim, der allerdings gar nicht so nett ist. Sowohl Sive als auch O'Culigeen beeinflussen das Leben des Jungen  unterschiedlich.
 
 
„Nichts für Anfänger“ von Kevin Maher bei Karl Blessing Verlag, 2013
 
Moderation Jonathan
Redakteurin Mila Zaharieva-Schmolke
Foto Kevin Maher Rose Maher
 
 
 
Die Geschichte einer Wandlung
 
 
Sich selbst besser verstehen, China verstehen und der eigenen Tochter ein persönliches Dokument der Geschichte hinterlassen, deshalb hat Zhao Jie ihr erstes Buch „Kleiner Phönix. Eine Kindheit unter Mao“ verfasst.
Darin beschreibt die Autorin ihre Kindheit und Jugend während der Kulturrevolution in China.Mao Zedong war der Architekt der Kulturrevolution, in deren Namen viele Menschen umgebracht und verfolgt wurden. 
Die Reise in Zhao`s Vergangenheit beginnt in der glücklichen Kindheit, am Tiananmen-Platz in Peking, wo sie oft mit Freunden und ihrem Cousin gespielt hat.
Die Wandlung des kleinen Phönixs ist mit Freude, Verzweiflung und vielen neuen Erkenntnissen verbunden. 
 
Von oben: Zhao bei der Apfelernte, Zhao und ihre Familie, Zhao mit ihren Großeltern in Peking.
Moderation:Milan Pol
Redakteurin: Mila Zaharieva-Schmolke
Musik: Das Lied "Der Osten ist rot"

Lore, Samara und Adriana erzählen

 

Im Rahmen der Woche der Sprache und des Lesens in Berlin haben das Internationale Jugendradio ycbs und die Jugendfreizeiteinrichtung sport-attack ein Radioprojekt ins Leben gerufen.

Lore, Samara und Adriana sind 12,13 und 17 Jahre alt. Sie wohnen in Berlin, sind aber in mehreren Kulturen zu Hause. Im Radiofeature stellen sie ihre Lieblingsbücher sowie Lieblingslieder vor. Über die Inhalte der vorgestellten Bücher und Lieder erfharen wir, wie Lore, Samara und Adriana fühlen und denken sowie welche Interessen sie haben.

 

Erzählte Geschichten
 

Moderation Yasmin, Eda, Vivian

Fotos  Adriana im Nationalmuseum und vor dem Dom in Lima  

Projektpartner  Zephir's Sport-Attack in Berlin

Karsten Stollwerk über sein Jugendbuch und über Grenzen gestern und heute

Westberlin, nur sechs Monate vor der Wende. Das wissen Meik und Mia aber nicht. Meik würde am liebsten jeden Tag mit Mia verbringen. Doch sie wohnt in Ostberlin und Besuche sind schwierig. Als endlich die Mauer fällt, wird Meiks Traum wahr.

Mia, Meik und die Mauerspechte
 

Karsten Stollwerk ist ein gebürtiger Berliner. Seine Bücher richten sich an Jugendliche und Erwachsene. Er liest aus seinem Jugendbuch „Mia, Meik und die Mauerspechte“ vor und spricht mit den jungen Radioreportern an der Nikolaus-August-Otto-Gemeinschaftsschule in Lichterfelde über die Mauerzeit und auch über andere Mauer, die Menschen voneinander trennen.

Genau heute erscheint die deutsche Übersetzung von Miroslav Penkovs Buch "Wenn Giraffen fliegen" beim Karl Blessing Verlag. Das Buch, ein Sammelband von acht Kurzgeschichten, wurde bereits in 11 Sprachen übersetzt und erscheint zuerst auf Englisch. Sein Autor wurde 1982 in Gabrovo, Bulgarien geboren. Länger als zehn Jahre lebt er in dem Staat Arkansas, USA, wo er zunächst sein Studium in Psychologie und Kreatives Schreiben absolviert. Heute unterrichtet Miroslav Penkov Kreatives Schreiben an einer Universität in Nordtexas und ist auch als Redakteur tätig.

„Wenn Giraffen fliegen“ oder „The East of the west“ und auf Bulgarisch „Na iztok ot zapada“  ist auch der Titel Penkovs preisgekrönter Kurzgeschichte. Sie erscheint auch in der Anthologie The PEN/O Henry Prize Stories. Miroslav Penkov erzählt Spannendes über Menschen und Orte, exotisch für die Leser in Deutschland, England und in den USA. Ein geteiltes Dorf, Großvaters Dorf an der bulgarisch-serbischen Grenze, ein Fluß, der Menschen voneinander trennt und in dem eine Kirche versunken ist, eine gespaltene Gesellschaft nach der Wende wie auch ein Student, der über eBay Lenin kauft, sind Themen in Penkovs Geschichten.

Die  kommunistische Zeitung DUMA und die gesammelten Werke Lenins waren Opas Lieblingslektüren. Der Enkel fragt ihn, ob er von den fliegenden Giraffen gehört habe, der Großvater glaubt nicht an fliegende Giraffen. Doch wenn schon die Zeitung DUMA darüber berichtet, neigt Großvater dazu, daran zu glauben.

"Wenn Giraffen fliegen“ von Miroslav Penkov bei Karl Blessing Verlag, Februar 2012.

 

Wenn Giraffen fliegen
 

 


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