Es war eine spannende Woche, die Woche der Menschenrechte in Nevers, an der unser YCBS-Team aktiv mitgewirkt hat. Podiumsdiskussionen führen, Plakate aufhängen, Strassenaktionen initiieren, am Medienwettbewerb mit Radio, Fotos und Film teilnehmen.

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Französisch

Die jungen Deutschen konnten neue Frende finden, sich durch kreative Arbeit austoben und Konferenzdiskussionen organisieren und koordinieren.Und das alles auf Französisch. Keine leichte Aufgabe. Gut, dass Mihaela Vochin und Sofiane Yaiche mit ihren Französischsprachkenntnissen aushelfen konnten. Der Einsatz aller war ganz wichtig, in der Videoproduktion hat sich das junge Team auf das Thema Genitalverstümmelung konzentriert. In der Radioproduktion hat es das Thema Romaminderheit in Rumänien in den Fokus gesetzt, die Fotos stellten die Themen Vielfalt und Freiheit dar und bei der Konferenz selbst standen Podiumsdiskussionen und Strassenaktionen in Never auf der Tagesordnung. Never ist keine große Stadt, meint Michaela Vochin, die die Gruppe aus Deutschland geleitet hat. Doch in dieser kleinen Stadt engagieren sich viele Menschen und Organisationen für soziale Themen.Einblicke in manche Konferenzinhalte bekommt Ihr hier.

Der YCBS-Film „Das Recht Frau zu sein. Berliner Stimmen“.

Übersetzung der Radio- und Filminhalte ins Französische: Sofiane Yaiche

Vielen Dank an: Nadia Rabhi, Michaela Vochin, Carolin Teipen, Saela Mhmdky, Aysegül Celik, Sascha Salzmann, Peter Scholz, Aymann El-Ibrahim, Abdi Muhudin, Toni Reichardt und an alle, die beim Projekt mitgemacht haben. 

Organisation: 

FOL de la Nièvre und Amnesty International Paris

Redaktion: Mila Zaharieva-Schmolke

Vielen Dank an Terre de Femmes e.V. und an Frau Idah Nabateregga

In den meisten afrikanischen Ländern ist Genitalverstümmelung strafrechtlich verboten, in Kenia seit 2002. Doch der gesellschaftliche Druck und die tiefe traditionelle Verwurzelung in der Kultur ermöglicht es dem Einzelnen kaum, sich gegen die Beschneidung der Töchter zu entscheiden.
Wie der israelische Journalist Shlomo Berger, der in Ghana lange Jahre gelebt hat, berichtet, werden Mädchen, die ´nicht genital verstümmelt sind, aus der Gesellschaft ausgeschlossen, bekommen kein Essen und keine Kleidung. Wie der Journalist betont, gibt es in Afrika einige NGOs, die sich Prävention und Informationsarbeit gegen Genitalverstümmelung auf die Fahnen schreiben lassen, bewirken mit ihrer Arbeit jedoch kaum etwas bzw rechtfertigen ihre Existenz nur auf Papier. Doch gerade in Afrika und weniger in Europa wäre die Bekämpfung dieser Kulturtradition von enormer Wichtigkeit, meint Shlomo Berger, da, wo die Mädchen akut darunter leiden und die Gesellschaft ihnen verbietet, sich frei zu entscheiden.
Auch werden Mädchen in immer jüngerem Alter beschnitten, teilweise bereits als Säuglinge.

 Weitere links: Nevers an der Loire