Ein deutsch-tschechisches Radioprojekt zum Thema Elbe

Projektstationen sind Magdeburg, Prag, Eberswalde und Nymburk. In Prag und Eberswalde entwickeln tschechische und deutsche Schüler ihre Radiogeschichten. Die Dramaturgie des Radiofeatures will gelernt sein. Wir lernen, wie aus Interviews, Szenen, Autorentexten, Musik und Atmosphäre ein Radiofeature entsteht. Fünf Radiofeatures in zwei Sprachen sind auf YCBS zu hören. Auf der Projektseite dokumentieren wir unsere Treffen in Deutschland und Tschechien.

Nymburk an der Elbe

„So klingt mein Fluss“

In der malerischen Stadt Nymburk an der Elbe haben wir uns zum letzen Mal getroffen und fünf klangvolle Radiogeschichten rund um das Thema Fluss zu Ende produziert.

Endstation Nymburk„, ein Zeitungsartikel über unser letztes Treffen am Fluss

Fünf Radiogeschichten

Hier könnt ihr das „Best Of“ aller fünf Geschichten in Deutsch und Tschechisch hören

Zu den Radiogeschichten:

Die Schüler aus Lysa an der Elbe erzählen uns die Geschichte eines Ruderklubs, der dieses Jahr sein 70. Jübiläum feiert. Unsere junge Reporterin aus Lysa interviewt dazu ihren Vater, den Leiter des Ruderklubs.

Rudern auf der Elbe

Die Prager Schüler nehmen uns auf ein Theaterschiff auf der Moldau mit und machen uns mit der Enkelin des weltbekannten Regisseurs Milos Forman bekannt, Ema Formanova erzählt über das schwimmende Theater, das auf Tschechisch Divadelni lod Tajemstvi heisst. 

Theaterschiff auf der Moldau

Die historische Schleuse des Teltowkanals in Kleinmachnow wird im Radiofeature der jungen Autoren  aus Kleinmachnow sichtbar. Im Radiostück könnt ihr die spannenden Erzählungen einer Binnenschifferin, einer Historikerin und eines Schleusenwärters hören.

Architekturwunder am Wasser

Sagen und Mythen aus der tausendjährigen Stadt Brandenburg an der Havel haben Schüler dieser Stadt in ihre Radiogeschichte verarbeitet. Sie lassen uns in die Vergangenheit dieser Region eintauchen und laden uns ein, mehr über eine lokale Berühmtheit zu erfahren, der Barbier Fritze Bollmann.

Sagen und Mythen am Fluss

Schüler aus Rathenow besiegeln ihre Partnerschaft mit Schülern des Jan-Palach-Gymnasiums in Prag. In der Radiogeschichte der Rathenower hören wir ein bekanntes Musikstück, das Deutsche und Tschechen gemeinsam einspielen. Auf Klavier, Gitarre und Cello erklingt „Die Moldau“ von Bedřich Smetana.

Von Moldau bis Havel

Deutsch-tschechischer Austausch, Radiobeitrag aus Prag
Zum Projekt Die „Sprachen“ des Flusses

Das Projekt „Die „Sprachen“ des Flusses – Ein Radioprojekt deutscher und tschechischer Jugendlicher entlang der Elbe“ haben die Deutsche Umwelthilfe und YCBS gemeinsam gestartet. Das Projekt läuft ein Jahr lang. 

Neben zwei 4tägigen Jungendtreffen mit Radioseminaren (je eines in Deutschland, und in der Tschechischen Republik) und drei regionalen Radiowerkstätten stehen  Aktionskampagnen. Im Rahmen von Radioworkshops recherchieren die SchülerInnen zu Geschichte, Kultur, Menschen, Natur und Umwelt an Elbe und Nebenflüssen und werden ihre Radioprgramme produzieren.

Deutsch-tschechisches Kennenlernspiel

Ökologische Themen werden mit gesellschaftlichen und kulturellen Themen verbunden. Das bietet die Möglichkeit, das Projekt in verschiedene Fächer einzubinden und das Fachwissen der Lehrkräfte zu nutzen. Die Lehrkräfte können aus verschiedenen Fachrichtungen (z.B. Geografie, Biologie, Gesellschaftskunde, Tschechisch, Deutsch) kommen.

Schulen aus Deutschland und Tschechien machen beim Projekt mit sowie das Jugendradio in Prag „Radio Domino“.

Das Projekt startet in Magdeburg mit 50 Schülern aus beiden Ländern Mit Mikrofon an der Elbe

Ein Artikel der Schüler des Gymnasiums in Rathenow über das Projekt:

http://havelland.lokiweb.de/index.php/component/k2/item/5247-drei-tage-voller-stimmen

„Wir wollen die Begeisterung für die Elbe unter den Heranwachsenden  in Deutschland und in Tschechien fördern und sie gleichzeitig ermutugen, mehr über die einzigartige Landschaft zu lernen, die den Fluss umgibt“, sagt Ines Wittig, Projektmanagerin bei der DUH, die den Workshop vor Ort begleitet. Wie Radio funktioniert, was ein Autorentext oder ein O-Ton ist und wie verschiedene Recherchen zum Thema Elbe in eine Radiosendung verarbeitet werden, erfahren die Jugendlichen von Mila Zaharieva-Schmolke, Leiterin des internationalen Jugendradios YCBS in Berlin leitet. Die ersten Radioworkshops finden in Magdeburg an der Elbe statt.

Artikel Märkische Oderzeitung

ISIS-SOPHIA GUILFORD14.02.2013 15:40 UHR

Sprache des Flusses über Radiowellen

Altreetz (MOZ) Eine neue Kultur kennenlernen, Freundschaften schließen und gemeinsam eine Radiosendung erarbeiten und fertig stellen, all das bietet Youth Connected By Sounds (YCBS). YCBS ist eine Radioplattform im Internet mit Programmen von Jugendlichen für Jugendliche. Wie leben die Menschen in den seit dem Krieg geteilten Städten an der Oder? Wie spiegelt die Muttersprache die Mentalität, Traditionen und Emotionen der Menschen wider? Die Programme von Youth Connected By Sounds sind auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Tschechisch, Slowenisch, Polnisch, Bulgarisch, Hebräisch, Italienisch, Ladino und Bosnisch zu hören. YCBS initiiert Projekte, bei denen der Kulturdialog und das Medium Radio thematisiert werden und leitet Radioworkshops mit Schülern und Lehrern.

Bei den Radioworkshops wird zuerst gemeinsam ein Thema für das Radiofeature gesucht. Anschließend geht es an das Erlernen und Üben von Interview- und Reportagetechniken, der digitalen Bearbeitung von Aufnahmen, sowie des Schreibens für das Hören und der Komposition eines Radiofeatures. Die Leiterin der Radioarbeit für Schüler ist Mila Zaharieva-Schmolke. Sie sagt: „Radio und die Arbeit mit jungen Menschen sind meine Leidenschaft!“

Bereits seit November arbeitet YCBS gemeinsam mit Schülern und Lehrern aus Deutschland und der Tschechischen Republik an dem Projekt „Die Sprachen des Flusses“. Das ist ein Radioprojekt deutscher und tschechischer Jugendlicher entlang der Elbe. Es wurde mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe gestartet, mit dem Ziel, deutsche und tschechische Jugendliche bei einem gemeinsamen Projekt zusammenzubringen und ihnen das Medium Radio näher zu bringen. Der Schlüssel hierbei ist die Elbe, da sie durch beide Länder fließt. Die Jugendlichen sollen das Leben auf der anderen Seite der Elbe näher kennenlernen, die Kultur und die Menschen, das Essen und die Sprache, aber auch die Schönheit und die Vielfältigkeit der Natur.

Das Projekt läuft noch bis zum Herbst dieses Jahres und beinhaltet neben zwei viertägigen Jugendtreffen auch drei regionale Radiowerkstätten. Zudem recherchieren die Schüler zu Geschichte, Kultur, Menschen, Natur und Umwelt. Finanziert wird das Ganze vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Medienanstalt Berlin Brandenburg.

Ein solches Projekt über die Oder wäre auch für die Jugendlichen in der Region eine interessante Möglichkeit, um ihre polnischen Nachbarn besser kennenzulernen, meinen zahlreiche Schüler und Lehrer. Dadurch lerne man auf eine abwechslungsreiche Art und Weise die Kultur eines anderen Landes kennen und kann neue Freundschaften schließen. Michael Tiedje zum Beispiel, Schulleiter des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen, hält ein gemeinsames Projekt mit Polen für eine gute Möglichkeit, den Horizont der Jugendlichen zu erweitern.

Schulpartner: 

Maxim-Gorki-Gesamtschule Klein Machnow, Bertol-Brecht-Gymnasium Brnadenburg an der Havel, Jan-Palach-Gymnasium in Prag, Zakladni skola Bendrzich Hrozni in Lysa, Bruno H.- Bürgel-Schule in Ratenow

Projektpartner:

Deutsche Umwelthilfe

Musik: Prof. Simo Lazarov, Valentin Lazar

Redakteurin Mila Zaharieva-Schmolke

Vielen Dank an die Lehrer: Brigitte Nikoleit, Vit Janda, Kathrin Hoeft, Silke Müller, Eva Poborska und ihre Kollegin Dana, Pavel Cerveniak und an die Projektleiterin bei der Deutschen Umwelthilfe e.V., Ines Wittig.

Förderung:

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfond