Ден на народните будители

Heute ist der 1. November – der Tag der bulgarischen Volksaufklärer, „Ден на народните будители“.

An diesem besonderen Tag erinnern wir in Bulgarien an all jene Persönlichkeiten, die durch ihr Wissen, ihre Bildung, ihre Literatur, ihren Mut und ihren Einsatz das geistige und kulturelle Bewusstsein unseres Landes geprägt haben.

Doch wenn wir über die bulgarische Identität sprechen, dürfen wir nicht nur an die großen Persönlichkeiten unserer Geschichte denken. Unsere Identität lebt ebenso in unserer Sprache, unserer Schrift, unserer Literatur, unserer Musik und unseren lebendigen Traditionen.

Eine besonders eindrucksvolle Begegnung mit diesem kulturellen Reichtum hatte ich in diesem Jahr im Mai in München.

Vom 15. bis zum 17. Mai 2026 fand dort das internationale bulgarische Folkloretreffen „На мегдана на Другата България“ – „Auf dem Dorfplatz des anderen Bulgariens“ – statt.

Es war eine beeindruckende internationale Begegnung mit mehr als 100 Folklore-Ensembles aus aller Welt. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Generationen kamen zusammen, um die bulgarische Kultur durch Tanz, Gesang und Musik zu feiern.

Wir konnten die Schönheit und Vielfalt der bulgarischen Trachten bewundern, die unterschiedlichen regionalen Traditionen kennenlernen und einen Einblick in die Bräuche, Rituale und kulturellen Besonderheiten unseres Landes gewinnen.

Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der sieben bulgarischen Folklore Regionen mit ihren jeweils eigenen musikalischen, tänzerischen und traditionellen Ausdrucksformen.

Dieses Treffen hat einmal mehr gezeigt, dass die bulgarische Kultur nicht an den geografischen Grenzen Bulgariens endet. Sie lebt überall dort weiter, wo Menschen ihre Lieder singen, ihre Tänze pflegen, ihre Sprache sprechen und ihre Traditionen an die nächste Generation weitergeben.

Während dieser Veranstaltung hatte ich auch die Gelegenheit, den bulgarischen Generalkonsul für Baden-Württemberg, Herrn Stefan Ionkov, kennenzulernen.

Herr Ionkov erzählte mir auch von einer Veranstaltung zu Ehren der beiden Brüder und Slawenapostel Kyrill und Methodius und von der besonderen historischen Verbindung des heiligen Methodius mit Baden-Württemberg.

Eine besonders bemerkenswerte historische Verbindung zwischen der bulgarischen und der süddeutschen Kulturgeschichte führt uns nach Ellwangen in Baden-Württemberg.

Ellwangen ist damit ein bedeutender Erinnerungsort für die Geschichte des heiligen Methodius und die europäische Kultur- und Bildungsgeschichte.

Und damit komme ich zu einem weiteren wichtigen Thema: der Bewahrung unserer Sprache und Kultur außerhalb der Grenzen Bulgariens.

Hier verdienen insbesondere die bulgarischen Schulen im Ausland unsere Anerkennung und Unterstützung.

Allein in Baden-Württemberg und Bayern gibt es 16 bulgarische Schulen, die eine wichtige Aufgabe für die Bewahrung und Weitergabe unseres kulturellen Erbes übernehmen.

Der 1. November erinnert uns deshalb nicht nur an unsere Vergangenheit. Er stellt uns auch eine Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft:

Wissen weiterzugeben, Bildung zu fördern, unsere kulturellen Wurzeln zu bewahren und gleichzeitig offen für die Welt zu bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen würdigen und inspirierenden Tag der bulgarischen Volksaufklärer!

Честит Ден на народните будители!

Herzlichen Glückwunsch zum Tag der bulgarischen Volksaufklärer!

Methodiusgebetsstätte

Bulgarian Embroidery Inspires a New Generation Across Europe – YCBS

ABUCH-Konferenz widmet sich der Zukunft der bulgarischen Schulen im Ausland – Radio Bulgarien auf Deutsch